Training mit dem Apportel (Beißwurst) - eine sinnvolle Beschäftigung für den Vierbeiner

Training mit dem Apportel (Beißwurst) - eine sinnvolle Beschäftigung für den Vierbeiner

Training mit dem Apportel (Beißwurst) - eine sinnvolle Beschäftigung für den Vierbeiner

Ich liebe das Training mit dem Apportel… Man kann damit gut mehrere Spiele bei einem Spaziergang oder auch in der Wohnung miteinander verbinden...

Der Hund wird sinnvoll beschäftigt, körperlich und geistig gefördert, lernt Impulskontrolle und bildet mit seinem Partner - dem Menschen- ein Team. Die Bindung zum Menschen wird gestärkt.

Wichtig sind für mich folgenden Dinge:

Die Grundkommandos „Sitz“ und „Bleib“ oder „Warte“ und der Rückruf sollte gefestigt sein (ansonsten kann man am  Anfang eine Schleppleine zur Hilfe nehmen).

Gespielt wird nur gemeinsam und eine Belohnung gibt es nur vom Menschen.

Das Apportel sollte dem Hund nicht allein überlassen werden und nur zum Spielen für den Hund erreichbar sein, damit er das Spiel als etwas Besonderes in Erinnerung behält.

Am Anfang ist es aus meiner Erfahrung sinnvoll, dem Hund Zeit zu lassen, das neue Spielzeug kennenzulernen, das Festhalten des Apportels zu festigen sowie die Ausgabe nur auf das Kommando „Aus“ in den Hand des Spielpartners Mensch zu üben. So fängt der Hund nicht an, einem das Spielzeug vor die Füsse zu werfen, man behält einigermaßen saubere Hände und muss sich nicht bücken. 

Jetzt kann Stück für Stück das Bringen (Apportieren) aufgebaut werden. Das Apportel kann vielfältig genutzt werden: werfen, irgendwo in Sichtweite des Hundes ablegen, verstecken oder auch das Verstecken über Kopfhöhe des Hundes z. Bsp. auf einem Baumstamm, Stuhl u. a. Wenn der Hund das Apportel sicher festhält und nur auf Kommando ausgibt, fängt man an, das Spielzeug auf Distanz zum Hund abzulegen und es sich mit dem Kommando "Bring" oder "Bring hier" bringen zu lassen. Meiner Erfahrung nach reagieren Hunde sehr auf "helle, freundliche" Töne, deshalb benutze ich ein freundliches motivierendes "Bring hiier" für den Apport. Wenn man möchte, kann der Hund jetzt bei korrekter Ausführung eine Belohnung aus der Hand des Menschen bekommen. Je nach Hund und Interesse des Hundes am Spiel braucht es mehr oder weniger Zeit bis der Hund mitspielt....Manchmal ist Geduld nötig, um mit dem Spielpartner Hund ein Team zu werden. Wichtig ist natürlich, das Training dem Alter und der Kondition des Hundes anzupassen. Weniger ist da oft mehr... mehrere kleinere Einheiten machen am meisten Spaß... 

 

Brit Kühl (Insta: 4pfoten.am.deich) Hundefreundin mit langjäriger Erfahrung mit Hunden und Hundeausbildung.